La Cherga ist ein Sextett aus Graz ohne einen einzigen Österreicher – die Musiker kommen aus Bosnien-Herzegowina, Mazedonien und vor allem Kroatien: Sowohl die (neue) Sängerin Anka Ilijasevic als auch Nevenko Bucan, der kreative Kopf der Gruppe, sind Kroaten.
Bucan ist ein Elektronik-Zauberer mit einem Faible für karibisch angehauchte Balkan-Grooves, der in den 90er Jahren dem Nationalismus im auseinanderbrechenden Jugoslawien entfloh. In Graz gestrandet, rief er dort zusammen mit dem bosnischen Gitarristen Muamer Gazibegovic das Projekt La Cherga ins Leben – beide entwickelten gerade so etwas wie eine „post-pessimistische Philosophie“ und suchten eine neue musikalische Identität. Der Name La Cherga ist einem Flickenteppich entlehnt, was sowohl für die Herkunft der Musiker wie auch die Stilistiken steht, die sie verarbeiten.
Da treffen „kraftvolle Bläser auf Gypsy-Sounds, verschwinden im Dub-Dickicht, während das Tempo plötzlich anzieht und sich fast in Drum & Bass überschlägt… Freunde des Balkan-Pop werden ebenso fündig“, lobt das House of Reggae, rät aber zugleich: „Ein wenig Offenheit musst du für La Cherga aber mitbringen.“ Denn natürlich ist La Cherga keine Reggae-Band, aber ebenso wenig eine typische Balkan-Truppe. Die Agentur sagt es so: „La Cherga repräsentieren mit einem pan-balkanischen Bewusstsein die Elektro-Roots-Musik des 21. Jahrhunderts“ und bringen dazu Balkanbrass, Jazzgesang, Jamaika-Grooves und elektronische Beats zusammen. Yeah man. Let’s dance.
Anka Ilijasevic – Gesang
Nevenko Bucan – Synthesizer, Keyboards, Chorgesang
Muamer Gazibegovic – Gitarre, Chorgesang
Michele Montolli – Bass
Kiril Kuzmanov – Altsaxofon
Trajce Velkov – Trompete, Flügelhorn